Eine betriebliche Laderichtlinie regelt, wer die Firmen-Ladepunkte wann und wie lange nutzen darf. Die wichtigsten Bausteine: Zugangsberechtigung, maximale Ladedauer, faire Verteilung bei Engpässen, Verhalten nach Ladeende und die Kosten- bzw. Steuerfrage. Diese Checkliste führt Sie durch alle Punkte – inklusive kostenloser Vorlage zum Download.
Warum überhaupt eine Laderichtlinie?
Sobald mehr Mitarbeitende ein E-Auto fahren als Ladepunkte vorhanden sind, entstehen Konflikte: blockierte Plätze, „Ladeplatz-Angeln" per Chat, Unmut. Eine schriftliche Richtlinie schafft klare, faire Regeln – und ist die Grundlage, damit ein Buchungstool sie technisch durchsetzen kann.
Die 7 Bausteine einer guten Laderichtlinie
- Zugangsberechtigung: Wer darf laden – alle Mitarbeitenden, nur Dienstwagen, auch Gäste?
- Maximale Ladedauer: z. B. 3 Stunden pro Buchung, damit die Plätze rotieren.
- Faire Verteilung: Buchung im Voraus, begrenzte Vorlaufzeit, keine Dauerreservierungen.
- Verhalten nach Ladeende: Umparken bzw. Freigabe, sobald der Akku voll oder die Zeit abgelaufen ist.
- Kosten & Steuer: Betriebliches Laden ist nach § 3 Nr. 46 EStG steuerfrei; regeln Sie, ob privat oder dienstlich geladen wird.
- Sicherheit: nur zugelassene Kabel und Wallboxen, klarer Umgang mit Störungen.
- Ansprechpartner: Wer ist zuständig, wie werden Probleme gemeldet?
Checkliste zum Abhaken
- Zielgruppe und Zugang definiert?
- Maximale Dauer und Vorlaufzeit festgelegt?
- Regel für Ladeende und Umparken formuliert?
- Steuerliche Behandlung geklärt?
- Buchungsweg (Tool oder Kalender) benannt?
- Ansprechpartner und Eskalation dokumentiert?
Kostenlose Vorlage herunterladen
Sie müssen nicht bei null anfangen: Laden Sie unsere Vorlage für eine betriebliche Laderichtlinie herunter, passen Sie sie an Ihr Unternehmen an und kommunizieren Sie sie an das Team.
Von der Richtlinie zur Umsetzung
Eine Richtlinie auf Papier hält niemanden vom Blockieren ab. Ein Buchungstool setzt die Regeln technisch um: Es begrenzt die Ladedauer pro Buchung, erlaubt Reservierungen nur im definierten Zeitfenster und erinnert per Benachrichtigung an das Ladeende – ohne OCPP oder kWh-Abrechnung.
Häufige Fragen
Ist eine Laderichtlinie Pflicht?
Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht, aber dringend empfohlen, sobald mehrere Mitarbeitende geteilte Ladepunkte nutzen – sie beugt Konflikten vor und schafft Fairness.
Wer sollte die Richtlinie erstellen?
Meist Facility Management oder HR, bei Bedarf in Abstimmung mit dem Betriebsrat.